Das katholische Hilfswerk Kirche in Not hat einen neuen, 450 Seiten umfassenden Katechese-Begleiter auf Deutsch und Arabisch herausgegeben. Das Werk soll eine gute Grundlage geben, über „Inhalte und Werte des Christentums ins Gespräch zu kommen“.

Der Katechese-Begleiter trägt den Titel „Unser Weg zu Gott. Texte zur Unterweisung von Katechumenen“ und richtet sich an arabischsprachige Taufbewerber, Zuwanderer und Geflüchtete, die sich für den christlichen Glauben interessieren, oder an gemischtsprachige Gruppen in Pfarrgemeinden.

Das Werk besteht aus sechs Teilen mit insgesamt 27 Kapiteln. Sie befassen sich laut Mitteilung mit zentralen Inhalten des katholischen Glaubens, zum Beispiel den biblischen Grundlagen, den Sakramenten, der Dreieinigkeit, aber auch mit der christlichen Sozialmoral und anderem. Die Darstellung nehme Bezug auf die Lebenserfahrung junger Menschen. Jedes Kapitel biete eine Hinführung zum Thema, einen biblischen Text, der anschließend erläutert und ins Heute übertragen werde.

„Über die Inhalte und Werte des Christentums ins Gespräch“ kommen

Die Entstehungsgeschichte des Buchs stehe im Zusammenhang mit der Praxis der Kirche im Nahen Osten, wie sie in Syrien, im Irak und im Libanon gepflegt werde, heißt es. Verfasst haben die Texte die beiden libanesischen Geistlichen Pater Michel Sakr und Antuan Assaf. Kirche in Not habe die Erstellung und Verbreitung von „Unser Weg zu Gott“ in arabischer Sprache unterstützt, ebenso wie jetzt die zweisprachigen Übersetzungen. Die deutsche Übersetzung stammt von dem Jesuitenpater Christian Troll, der zu den führenden katholischen Islamwissenschaftlern zählt.

Bei aller missionarischen Ausrichtung des Werks gehe es „in erster Linie um eine aufrichtige Gesprächsgrundlage für alle arabischsprechenden Menschen, die nach dem Leben und der Lehre der Christen fragen“, erklärte Troll. Der Begleiter biete nicht nur eine Einführung in den Glauben, sondern durch die Zweisprachigkeit „eine gute Gelegenheit, miteinander über die Inhalte und Werte des Christentums ins Gespräch zu kommen“.


Source: https://www.domradio.de